Ein Projekt der Gesundheitsregion Heidekreis
Ziele des Projekts
Dialoggruppe
Ausgangslage
Im Zuge des demografischen Wandels ist eine Alterung der Gesellschaft und eine Zunahme der Menschen mit Demenz zu beobachten. Die Pflege von Demenzpatient*innen erfordert besondere pflegerische Kompetenzen, insbesondere aufgrund der aus den kognitiven Einschränkungen resultierenden Kommunikations- und Verhaltensstörungen. Dem gegenüber steht eine zunehmende Verdichtung der pflegerischen Arbeit in Heimen infolge des steigenden Demenzrisikos, der sogenannten Kompression des allgemeinen Morbiditätsrisikos im Alter und des fehlenden quantitativen und qualitativen Ausbaus der Pflege.
Vorgehen im Projekt
In den von der Heimleitung organisierten Pflege- und Behandlungskonferenzen treffen sich vor Ort einmal monatlich alle Beteiligten (Heimleitung, Bezugspflege, Hausärzt*innen, Psychiater*innen, ggf. fallweise andere Fachärzt*innen, Angehörige, gesetzliche Betreuer*innen), um an ausgewählten Fällen alle behandlungs- und pflegerelevanten Informationen zu bündeln und abzustimmen, sodass alle Beteiligten mit größerer Kompetenz, Transparenz und gegenseitiger Verlässlichkeit ihre jeweiligen (Teil)Leistungen in den Pflege- und Behandlungsprozess bedarfsgerecht einbringen können. Das Heidekreisklinikum stellt zwei Fachärzt*innen für Psychiatrie für diese Pflege- und Behandlungskonferenzen zur Verfügung, die die beteiligten Akteure im Umgang mit psychischen Erkrankungen schulen sollen.
Dabei wird dieser Ansatz zunächst mit zwei Pflegeheimen in Soltau und in Bad Fallingbostel als Modellprojekt erprobt.
Auswirkungen
Die Konferenzen finden seit Oktober 2012 monatlich in den Pflegeheimen Schriebershof in Bad Fallingbostel
und im Haus Zuflucht in Soltau unter Leitung von zwei Psychiater*innen aus dem Heidekreisklinikum statt. In
beiden Pflegeeinrichtungen ist das Projekt auf großes Interesse gestoßen.
Laufzeit
Startdatum: 2012
Enddatum: -
Verstetigt seit: 2015
Träger
Heidekreisklinikum GmbH
Weitere beteiligte Akteure
Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beteiligten Gesundheitsregionen.
Datum der letzten Bearbeitung: 02.02.2023