Bildungszentrum für Hospiz- und Palliativversorgung

Ein Projekt der Gesundheitsregion Emsland

Ziele und Dialoggruppe

Ziele des Projekts

  • Ausbau und Intensivierung der individuellen hospizlich-palliativen Versorgung, Etablierung einer Hospizkultur
  • Ausbau der Kompetenzen des pflegerischen Personals hinsichtlich der Versorgung der Patient*innen ebenso hinsichtlich der Self-Care
  • Ausbau der Sterbe- und Trauerbegleitung für Bewohner*innen der emsländischen Pflegeeinrichtungen sowie deren Angehörige

Dialoggruppe

  • Mitarbeiter*innen der emsländischen Pflegeeinrichtungen
  • Bewohner*innen der emsländischen Pflegeeinrichtungen
  • Angehörige

Maßnahmen und Auswirkungen

Ausgangslage

Das Projekt ist eine Weiterführung und Ausweitung des Projekts „Netzwerk Hospizkultur – stationäre Pflegeeinrichtungen im Landkreis Emsland“, das mit zwei ausgewählten stationären Pflegeeinrichtungen startete, um der Hospizkultur im Emsland ein Gesicht zu geben vor dem Hintergrund der Neuerungen durch das Hospiz- und Palliativgesetz.

Vorgehen im Projekt

Mit den oben genannten Zielen werden einheitliche Standards und ein Schulungskonzept gemeinsam mit den Hospizdiensten und unter fachlicher Beratung durch den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) entwickelt.

Die Pflegeeinrichtungen im Emsland nehmen an Basisschulungen bestehend aus sechs Modulen teil und werden im Prozess durch die Hospizdienste begleitet. In den Einrichtungen wird die Implementierung einer gelebten Hospizkultur durch gemeinsame Sterbebegleitungen und Wahrnehmung der Angebote zur Trauerbegleitung gefördert. Die Vernetzung zwischen den Pflegeeinrichtungen und den Hospizvereinen wird gestärkt auch durch Angebote zu Supervisions-Gesprächen und im Bedarf gemeinsamer Fall- und Ethikbesprechungen. Anreiz ist das Hospizsiegel, das nach erfolgreicher Teilnahme an den Schulungen vom Landkreis Emsland an die Pflegeeinrichtungen verliehen wird. Nach drei Jahren erfolgt eine Aufbauschulung mit einer Re-Zertifizierung. Dazu gehören auch der Rückblick und die Evaluation der Erfahrungen der vergangenen drei Jahre.

Die Qualitätskontrolle erfolgt durch die Gesundheitsregion.

Im Kontext der Pandemie war eine Durchführung des ursprünglichen Konzepts nicht möglich, sodass hier Anpassungen vorgenommen werden mussten und der Neustart des Projekts unmittelbar bevorsteht.

Auswirkungen

Da der Projektstart fast zeitgleich mit dem Beginn der Coronapandemie in Deutschland fällt, kann das Projekt bislang nur bedingt umgesetzt werden. Es erfolgen viele Neu- und Umplanungen. Die Auswirkungen des Projekts können somit erst nach dem Neustart evaluiert werden.

Hervorzuheben ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch, dass das Interesse der Pflegeeinrichtungen an den Schulungen und der Verleihung des Hospizsiegels vorhanden ist. Das zeigen die Voranmeldungen zum Neustart, die trotz der pandemiebedingt verschärften Personalsituation, Planungsunsicherheiten und weiteren Belastungen eingehen.

Laufzeit und Finanzierung

Laufzeit

Startdatum: 01.01.2020

Enddatum: 30.06.2026

Finanzierungsvolumen

141.610 €

 

Träger und beteiligte Akteure

Träger

Kooperation des Landkreises Emsland mit:

  • dem Ludwig-Windhorst-Haus
  • der Hospiz-Hilfe-Meppen e. V.
  • der Lingener Hospiz e. V.


Unterstützt durch den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

Weitere beteiligte Akteure

gefördert durch die Techniker Krankenkasse

Ansprechpersonen

Cécile Warnecke

Landkreis Emsland


Ordeniederung 1

49716 Meppen

Tel.: 05931 441194


E-Mail: Cecile.Warnecke@Emsland.de

Timo Deiters

Landkreis Emsland


Ordeniederung 1

49716 Meppen

Tel.: 05931 441262


E-Mail: Timo.Deiters@Emsland.de

Weiterführende Links

Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beiteiligten Gesundheitsregionen


Datum der letzten Bearbeitung: 10.01.2023


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