Ein Projekt der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim
Ziele des Projekts
Dialoggruppe
Ausgangslage
Das Verhalten von dementiell erkrankten Menschen nachzuvollziehen und nachzuempfinden ist ein erster Schritt in Richtung eines würdevollen und respektvollen Miteinanders. Demenziell erkrankten Menschen das Gefühl der Akzeptanz zu vermitteln ist von großer Bedeutung. Mittels dessen soll auf das Krankheitsbild aufmerksam gemacht werden. Im Zuge des demografischen Wandels werden sehr viele im privaten und beruflichen Alltag mit dem Thema Demenz unmittelbar konfrontiert.
Vorgehen im Projekt
Es handelt sich um eine Selbsterfahrungsmethode mit unterschiedlichen Schulungsmaterialien, welche die Teilnehmer*innen in die Welt der Demenzerkrankten mitnimmt. Der Parcours ist zum einen als Mitmachtausstellung gedacht und zum anderen können einzelne Elemente bei Beratungen oder in Veranstaltungen eingesetzt werden. Das Erleben der eigenen Gefühle steht im Mittelpunkt. Der Parcours selbst besteht aus 13 Stationen, in denen Alltagssituationen nachgestellt sind. Ob Anziehen, Frühstücken, einkaufen, aber auch Autofahren oder Hausarbeit, stets sind die Stationen so konstruiert, dass der/die Proband*in seinen/ihren Sinnen nicht mehr trauen kann. Deshalb scheitert er/sie bei der Erfüllung eigentlich einfacher Aufgaben und bleibt frustriert, verwirrt oder verstört zurück - so wie es Demenzerkrankten oft im Alltag ergeht. Wer die Stationen durchläuft, erhält eine Vorstellung vom Leben mit Demenz. Dabei entstehen persönliche Eindrücke, die der Gefühlswelt von Menschen mit Demenz sehr nahekommen.
Auswirkungen
Da die Erlebnisstationen von Symptomen abgeleitet sind, die im Rahmen einer Demenz auftreten können, erhält man eine Vorstellung vom Leben mit Demenz. Dabei entstehen persönliche Eindrücke, die der Gefühlswelt von Betroffen sehr nahekommen. Die Ausstellung eröffnet damit eine andere Sichtweise auf die Erkrankung und fördert ein neues Verständnis für betroffene Menschen.
Der Demenzparcours richtet sich an alle, die sich vertieft mit dem Leben mit Demenz auseinander setzten möchten - so auch beispielsweise Angehörige, Fachkräfte und Ehrenamtler. Wichtig ist aber auch, in der Bevölkerung ein anderes Gespür für diese umfangreiche und unterschiedlich verlaufende Erkrankung zu bekommen.
Laufzeit
Startdatum: 01.09.2018
Verstetigt seit: 01.09.2018
Finanzierungsvolumen
5.100 €
Träger
Mehrgenerationenhaus Senfkorn in Emlichheim
Weitere beteiligte Akteure
Dr. Annegret Hölscher
Landkreis Grafschaft Bentheim
Am Bölt 27
48527 Nordhorn
Tel.: 05921 961867
E-Mail:
Karin Platje
Mehrgenerationenhaus Senfkorn in Emlichheim
Wilsumer Straße 2
49824 Emlichheim
Tel.: 05943 985890
E-Mail:
Weitere Inhalte
Presseartikel: „Selbsthilfemarkt vermittelt erste Kontakte“ (gn-online.de)
Presseartikel: „Selbsthilfegruppen in der Grafschaft stellen sich vor“ (gn-online.de)
Presseartikel: „Gesundheitsförderung: Grünes Licht für „kleine Projekte““ (gn-online.de)
Presseartikel: „Grafschafter Volkshochschule macht mehr als 750 Angebote“ (gn-online.de)
Presseartikel: „Chronik stellt Selbsthilfelandschaft der Grafschaft vor“ (gn-online.de)
Sonntags Zeitung; Die Grafschaft Bentheim am Wochenende (issuu.com)
Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beteiligten Gesundheitsregionen.
Datum der letzten Bearbeitung: 20.03.2023