KomA - Kontrollierter Umgang mit Alkohol

Ein Projekt der Gesundheitsregion Emsland

Ziele und Dialoggruppe

Ziele des Projekts

  • Vermittlung von Wissen über Alkohol und Drogen
  • Stärkung der Sozialkompetenz unter Berücksichtigung von Gruppendruck
  • Information und Stärkung der Eltern

Dialoggruppe

  • Jugendliche ab Jahrgang neun
  • Fachkräfte in Schulen und Einrichtungen
  • Eltern

Maßnahmen und Auswirkungen

Ausgangslage

Im Landkreis Emsland gibt es eine lange Tradition des Vereins- und Verbandslebens. Hierzu gehören auch entsprechende Festivitäten und Feiern, bei denen Alkohol oftmals eine große Rolle spielt. Nicht nur Erwachsene, auch Jugendliche konsumieren häufig Alkohol in großen, unkontrollierten Mengen. Im Jahr 2006 entstand das KomA-Projekt, um Jugendliche, Heranwachsende und Eltern über Alkoholkonsum aufzuklären, ohne diesen zu verbieten. In den letzten Jahren wurden die Inhalte um das Thema „Cannabis“ erweitert.

Vorgehen im Projekt

Das KomA-Team besucht die Schulklassen für drei Schulstunden. Zunächst werden spielerisch Mythen zum Alkoholkonsum aufgeklärt. Im weiteren Verlauf haben die Schüler*innen die Möglichkeit, selbst zu erarbeiten, wann Alkoholkonsum noch zur Geselligkeit beiträgt und ab wann es problematisch wird. Die Schüler*innen bekommen die Gelegenheit, eigene Fragen einzubringen, sodass jede Klasse auch individuell bei der Thematik begleitet und in schwierigen Situationen aufgefangen wird. Circa sechs Wochen nach dem Besuch in der Klasse werden die Schüler*innen aufgefordert, einen Online-Fragebogen auszufüllen, um so das Gelernte noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Den Lehrer*innen wird Informationsmaterial zur Verfügung gestellt, um eventuell aufkommende Fragen adäquat beantworten zu können. Darüber hinaus haben die Schüler*innen immer die Möglichkeit, über Social Media Kontakt zu den Mitgliedern des KomA-Teams aufzunehmen, wenn weiterer Beratungsbedarf besteht.

Auswirkungen

Seit 2006 erhöht sich die Anzahl der Schulen, an denen das KomA-Projekt stattfindet, stetig. Schüler*innen profitieren von dem Wissen über Alkohol und versuchen dieses auch im Alltag umzusetzen. Die Öffentlichkeit ist zunehmend aufmerksamer auf die Thematik geworden. Das KomA-Team wird zu öffentlichen Veranstaltungen eingeladen, um dort Inhalte des Projektes vorzustellen. Das Projekt ist weit über die Grenzen des Landkreises Emsland bekannt. Die Intention ist weiterhin nicht, den Jugendlichen den Alkohol zu verbieten, es soll ein vernünftiger Umgang mit dem Suchtmittel gefunden werden. Die Evaluation durch die Ostfalia-Hochschule hat ergeben, dass sich bei mehr als der Hälfte der Schüler*innen nach dem Besuch des KomA-Teams das Konsumverhalten zum Positiven verändert hat.

Laufzeit und Finanzierung

Laufzeit

Startdatum: 2006


Verstetigt seit: 2007

Finanzierungsvolumen

10.000 €

 

Träger und beteiligte Akteure

Träger

Landkreis Emsland

Weitere beteiligte Akteure

  • Offene Jugendarbeit im Bistum Osnabrück
  • Diakonisches Werk
  • Caritas Fachambulanz
  • Katholische Landjugendbewegung
  • Katholisches Jugendbüro Emsland-Süd und Emsland-Nord
  • Kolpingjugend
  • Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Lingen (Ems)
  • Stadt Papenburg
  • Fanprojekt Meppen
  • Gemeinde Salzbergen
  • Samtgemeinde Freren

Ansprechpersonen

Kerstin Vogt

Landkreis Emsland


Ordeniederung 1
49716 Meppen

Tel.: 05931 441439


E-Mail: kerstin.vogt@emsland.de

Kathrin Blome

Landkreis Emsland


Ordeniederung 1
49716 Meppen

Tel.: 05931 442439


E-Mail: kathrin.blome@emsland.de

Weiterführende Links

Projektwebseite


www.koma-emsland.de

Weitere Inhalte


Ergebnisbericht

Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beiteiligten Gesundheitsregionen


Datum der letzten Bearbeitung: 10.01.2023


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