Regionales Pflegekompetenzzentrum (ReKo)

Ein Projekt der Gesundheitsregionen Grafschaft Bentheim und Emsland

Ziele und Dialoggruppe

Ziele des Projekts

  • Koordination angemessener pflegerischer und gesundheitlicher Versorgung durch Case-Management
  • Ermöglichung eines längeren Verbleibs und einer selbstbestimmten Lebensweise in der Häuslichkeit
  • Effiziente sektorenübergreifende Zusammenarbeit der vor Ort handelnden Akteure und Leistungserbringer für eine bedarfsgerechte Einzelfallversorgung
  • Nachhaltige Strukturen in ländlichen Regionen stärken, u. a. durch die Identifikation von Versorgungslücken

Dialoggruppe

  • Personen mit bewilligtem Pflegegrad nach SGB XI
  • Personen mit angehender Pflegebedürftigkeit
  • (Pflegende) Angehörige

Maßnahmen und Auswirkungen

Ausgangslage

Wie der DAK Pflegereport 2018 in aller Deutlichkeit dokumentiert hat, kann keineswegs von einer regional jeweils leistungsfähigen Infrastruktur für auf Pflege angewiesene Menschen ausgegangen werden. Insbesondere im ländlichen Bereich finden sich Versorgungslücken und -engpässe, die eine bedarfsgerechte Versorgung Pflegebedürftiger be- oder verhindern und die respektiv zur Überlastung von pflegenden An- und Zugehörigen führen. 

Vorgehen im Projekt

ReKo wird als eine Case-Management-Organisation verstanden, die dezentral in der Modellregion Landkreis Emsland und Landkreis Grafschaft Bentheim organisiert wird und sich durch eine effektive und zielgerichtete Fallsteuerung und Prozessgestaltung auszeichnet. Die Case Manager*innen verfügen über ein breites sektorenübergreifendes Wissen und sind vielfältig mit den ambulanten und stationären Akteuren aus Gesundheit und Pflege der Region vernetzt. Sie leisten umfassende Aufklärung und Auskunft nach § 7 SGB XI und entwickeln individuelle Hilfestellungen durch Pflegeberatung und Pflegestützpunkte, auch dort, wo die Regelversorgung an ihre Grenzen kommt. Sie übernehmen vor Ort die persönliche Koordination für den individuellen Fall, mit dem Ziel, die Situation für Pflegebedürftige und deren Angehörige vor Ort zu verbessern. Das Case Management soll wesentlich dazu beitragen, bei einer zunehmenden Zahl von Pflegebedürftigen, komplexeren Fällen und fragiler werdenden familiären Sorgestrukturen auch künftig eine angemessene pflegerische wie gesundheitliche Versorgung zu koordinieren. Angebunden an die Pflegestützpunkte und Sozialdienste der Krankenhäuser der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim sind aktuell 15 Case Managerinnen und Case Manager aktiv.

Auswirkungen

Bisher gibt es keine Evaluationsergebnisse. Lediglich Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass das zusätzliche Angebot sehr gut von den Bürger*innen in den Regionen angenommen und akzeptiert wird. Bisher konnten circa 1.100 Probanden in die Studie aufgenommen werden.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Pflegestützpunkten der beiden Landkreise und dem Entlassmanagement der Krankenhäuser kann als positiv und gewinnbringend für die Bürger*innen bewertet werden. 

Laufzeit und Finanzierung

Laufzeit

Startdatum: 01.10.2019

Enddatum: 31.03.2024

Finanzierungsvolumen

10.000.000 €

 

Träger und beteiligte Akteure

Träger

Konsortialpartner: Gesundheitsregion EUREGIO e. V. (operative Leitung vor Ort)

Weitere beteiligte Akteure

  • Konsortialführer: DAK Gesundheit
  • Konsortialpartner: Universität Osnabrück
  • Kooperationspartner: synectic software & services GmbH, Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim, Ludmillenstift Meppen, EUREGIO Klinik, Niels-Stensen-Kliniken Elisabeth-Krankenhaus Thuine, St. Bonifatius Hospitalgesellschaft GmbH, Universitätsklinikum Münster (UKM), Caritas St. Marien Pflege GmbH Nordhorn, Malteser Hilfsdienst gGmbH, Wachstumsregion Ems-Achse e. V., pronova BKK, Diakonischer Dienst gGmbH, Kompass - Schulung & Beratung im Gesundheitswesen GbR, Nordhümmlinger Pflegedienst Albers GmbH, wirfürdich Apotheken, Ambulanter Pflegedienst M. Rumpf, Senfkorn Mehrgenerationenhaus in Emlichheim, Freiwilligen Agentur Grafschaft Bentheim e. V., Gemeinschaftspraxis Dr. med. Markus Kirschner und Dr. med. Jörg Baumann, Gemeinschaftspraxis Dr. H. Walles und T. Tegeder, St. Vincenz-Haus Alten- und Pflegeheim, Dialog-Praxis für Logopädie und Ergotherapie, in Huus GmbH

Ansprechpersonen

Gesundheitsregion EUREGIO e. V.

Projektbüro Regionales Pflegekompetenzzentrum (ReKo)


Hauptstraße 52

49828 Neuenhaus

Tel.: 0541 413649832

Mobil: 0174 2131282


E-Mail:

reko@gesundheitsregion-euregio.eu

Weiterführende Links

Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beteiligten Gesundheitsregionen.


Datum der letzten Bearbeitung: 20.03.2023


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