CTC - Communities That Care

Ein Projekt der Gesundheitsregion Emsland

Ziele und Dialoggruppe

Ziele des Projekts

  • Kindern und Jugendlichen soll eine sichere und gesunde Entwicklung ermöglicht werden
  • Problematische Verhaltensweisen und Risikofaktoren sollen frühzeitig mittels wirksamer Programme reduziert werden
  • Alle gesellschaftlichen Bereiche und Einrichtungen sollen am Prozess beteiligt sein

Dialoggruppe

  • Kinder, Jugendliche und Eltern
  • Beteiligte Akteure in Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen

Maßnahmen und Auswirkungen

Ausgangslage

Im Landkreis Emsland wird lebendiges Vereinsleben und Geselligkeit großgeschrieben. Hierbei spielt der Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle. Jedoch wird nicht nur unter Erwachsenen getrunken, sondern auch Kinder und Jugendlichen zeigen einen zum Teil problematischen Alkoholkonsum. Sekundärquellen (u. a. polizeiliche Kriminalstatistik, eine Studie vom Kriminologischen Forschungsinstitut sowie die Einschätzung von Fachleuten im Landkreis Emsland) bestätigen diese Ergebnisse. Hinzu kommen die Herausforderungen durch Migration, die bereits in den 90er Jahren verstärkt im Emsland zu verzeichnen war und auch zu Beginn des Projektes noch anhielt. Durch fehlende Integration und Erziehungskompetenz der Familien sowie mangels Sprachkenntnisse, sozialen Kontakten und Wissen um schulische und berufliche Wege und Unterstützung staatlicher Stellen sind viele junge Menschen gefährdet. Vielfach sind Gewalt und Kriminalität unter Schüler*innen festzustellen.

Vorgehen im Projekt

CTC ist eine kommunale Präventionsstrategie, die basierend auf einer wissenschaftlichen Untersuchung jugendliches Problemverhalten und die zugrunde liegenden Risiko- und Schutzfaktoren analysiert, die Kindern und Jugendlichen ein sicheres und gesundes Aufwachsen ermöglichen will, die bedarfsgerechte und effektive Programme einsetzt und diese überprüft und die alle Personen und Institutionen in einer Kommune einbezieht, die mit dem Aufwachsen und der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen befasst sind.

Im CTC-Prozess durchlaufen die Standorte fünf Phasen. Die drei ersten Phasen „CTC-Strategie vorbereiten, Organisationsstruktur schaffen und Entwicklung eines Gebietsprofils“ bilden die Basis des Prozesses. Die folgenden Phasen „Erstellung eines lokalen Aktionsplans und Umsetzung und Evaluierung des Aktionsplans“ werden in regelmäßigen Abständen wiederholt.

Schüler*innenbefragungen bilden die Datengrundlage und werden ca. alle fünf Jahre durchgeführt.

Mit der CTC-Strategie steht den beteiligten Kommunen ein pragmatisches Instrument zur Etablierung von wirkungsvollen Präventionsmaßnahmen zur Verfügung.

Auswirkungen

Durch die Präventionsstrategie CTC konnten viele zusätzliche Präventionsprogramme etabliert werden. Ebenso wurden Erfolge bei der Reduzierung einzelner Risikofaktoren erzielt.

CTC ist ein großer Gewinn für die Netzwerkarbeit. Einige Akteure kooperieren erst durch die Einführung von CTC. Die Einrichtungen vor Ort arbeiten intensiver und zielgerichteter zusammen. Teilweise gibt es auch verbesserte überregionale Vernetzung.

Gleichwohl ist festzuhalten, dass der Prozess über einen längeren Zeitraum durchgeführt und begleitet werden muss, da sich Erfolge oft erst nach Jahren nachweisen lassen.

Laufzeit und Finanzierung

Laufzeit

Startdatum: 11.08.2009


Verstetigt seit: 19.11.2013

Finanzierungsvolumen

170.000 €

 

Träger und beteiligte Akteure

Träger

Landkreis Emsland

Weitere beteiligte Akteure

  • Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim
  • Samtgemeinden Sögel Werlte, Spelle, Freren und Lengerich, Stadt Haren (Ems)

Ansprechpersonen

Ulrich Engling

Landkreis Emsland


Ordeniederung 1

49716 Meppen

Tel.: 05931 441440


E-Mail: ulrich.engling@emsland.de

Weiterführende Links

Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beiteiligten Gesundheitsregionen


Datum der letzten Bearbeitung: 02.02.2023


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