Ein Projekt der Gesundheitsregion Heidekreis
Ziele des Projekts
Dialoggruppe
Ausgangslage
Die Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung weist seit Jahren strukturelle Defizite auf. Insbesondere von Seiten der niedergelassenen Ärzt*innen wird eine verbesserte Kommunikation gewünscht, um den Befundaustausch nach der Entlassung der Patient*innen aus dem Krankenhaus einfacher zu gestalten. Die Zugänglichkeit zu klinischen Patientenbefunden gestaltet sich oft schwierig und langwierig. Die vielen verschiedenen PVS-Hersteller haben kein Interesse an einer softwareunabhängigen Schnittstelle zu anderen Systemen.
Vorgehen im Projekt
Die datenerhebenden Stellen (Krankenhäuser) stellen den niedergelassenen Ärzt*innen Befunde, die zur Nachbehandlung/Weiterbehandlung der Patient*innen notwendig sind, zur Verfügung. Dies soll über den standardisierten Kommunikationskanal KV Connect erfolgen. KV Connect nutzt das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen, welches die technologische Basis für eine länderübergreifende, schnelle und vor allem sichere Onlinekommunikation mit Kolleg*innen, Institutionen, der Kassenärztlichen Vereinigung und weiteren Gruppierungen darstellt.
Auswirkungen
Mit den regionalen Krankenhäusern sowie dem Palliativnetz Heidekreis SAPV haben sich Akteure bereit erklärt, das Projekt aktiv zu begleiten und an der Umsetzung mitzuwirken. Es haben bisher zwei Projekttreffen stattgefunden, um die nächsten Schritte zu besprechen. Die großen PVS-Anbieter haben die Schnittstelle KV Connect mittlerweile in ihre Softwaresysteme implementiert. Gegen Entrichtung einer Lizenzgebühr kann die Anwendung eArztbrief freigeschaltet werden, über die die
Patientenbefunde digital versendet werden können. Die Ärzteschaft favorisiert anstelle eines Befundaustausches von Ärzt*in zu Ärzt*in die Einführung einer
elektronischen Patientenakte, auf die jederzeit zugegriffen werden kann, um Änderungen vorzunehmen.
Laufzeit
Startdatum: 2012
Enddatum: 2015
Finanzierungsvolumen
10.000 €
Weitere beteiligte Akteure
Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beteiligten Gesundheitsregionen.
Datum der letzten Bearbeitung: 17.02.2023