Seelisch gesund in der Schule. Alles klar!?

Ein Projekt der Gesundheitsregion Peine

Ziele und Dialoggruppe

Ziele des Projekts

  • Umfassende und regelmäßige Schulung von Lehrer*innen in der Region in Bezug auf die Erkennung, den Umgang und die Thematisierung von psychischen Störungen in der Schule
  • Aufklärung und Unterstützung von Eltern hinsichtlich psychischer Störungen, Resilienzförderung und Stressbewältigung (Prävention)
  • Aufklärung (Antistigmatisierung)
  • Information und Hilfe bzgl. Behandlungsmöglichkeiten (Intervention)
  • Vernetzung der bestehenden Beratungs- und Versorgungsstrukturen, auch um Synergieeffekte zu erzielen
  • Verhinderung von Suiziden

Dialoggruppe

  • Lehrkräfte
  • Eltern
  • Schüler*innen

Maßnahmen und Auswirkungen

Ausgangslage

Prävention muss frühzeitig im Kindes- und Jugendalter erfolgen. Die Kultusministerkonferenz misst Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule entscheidende Bedeutung bei. Der aktuelle Jugend-Gesundheitssurvey belegt, dass nur wenige psychisch kranke Kinder in (adäquater) Behandlung sind. Die Verwaltungsvorschrift zur Prävention und Gesundheitsförderung in der Schule fordert konkrete Handlungen in Bezug auf die psychische Gesundheit. Auch der aktuelle Landespsychiatrieplan   fordert frühzeitige Interventionen und die Haltung, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aktiv zu fördern.

Das am Projekt beteiligte Netzwerk verweist auf einen hohen Bedarf an dem geplanten Vorhaben: Eine Umfrage im April 2016 (27 Schulen im Landkreis, >10.000 Schüler*innen, >850 Lehrer*innen) belegt, dass ein deutlicher Bedarf an Informationen bzgl. seelischer und psychischer Gesundheit besteht. Psychische Erkrankungen bereiten Probleme im Schulalltag. Keine Schule hat ein Präventions- und lnterventionskonzept bei psychischen Auffälligkeiten bzw. Störungen. An sieben Schulen sind bereits Suizide bzw. -versuche zu verzeichnen.

Vorgehen im Projekt

  Folgendes Vorgehen erfolgt im Projekt:

  • Entwicklung des Projektes mit relevanten beteiligen Akteuren
  • Netzwerkaufbau
  • Gewinnung von Schulen für die Mitarbeit und anschließende Umsetzung des Projektes
  • Erstellung von Informations- und Unterrichtsmaterialien, Informationspaketen für Schulungen
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen und Unterrichtsprojekten
  • Schulung von Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen, Präventionsbeauftragten etc.
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen für Eltern
  • Durchführung von Unterrichtsstunden, Projekttagen/-wochen
  • Evaluation

Auswirkungen

Die Rückmeldungen zu den Kooperationsschulen sind durchweg positiv. Ein nachhaltiger Bedarf an Angeboten zu Schüler- und Lehrkraftgesundheit ist vorhanden. Neun von zehn Schulen (eine Schule wurde aufgelöst) haben Interesse an weiteren, ähnlichen Projektangeboten. Feedback zur Lehrerfortbildungen: 80 % positiv, Feedback zur Elterninformationsveranstaltung: 90 % positiv. Zahlen der Suizide konnten nicht erhoben werden.

Laufzeit und Finanzierung

Laufzeit

Startdatum: 01.05.2018

Enddatum: 31.05.2019


Verstetigt seit: -

Finanzierungsvolumen

66.000 €

 

 

 

 

Träger und beteiligte Akteure

Träger

Landkreis Peine

Weitere beteiligte Akteure

Kooperationspartner: Schulen im Landkreis Peine (Grundschulen: Grundschule in der Südstadt, Stederdorf, Broistedt, Fröbelschule; Realschulen: Gunzelin, Hohenhameln; IGSen: Peine, Edemissen; Gymnasien: Am Silberkamp, FÖS: Janucz Korczak)

Ansprechpersonen

Claudia Brasse

Landkreis Peine


Maschweg 21

31224 Peine

Tel.: 05171 4017169


E-Mail: c.brasse@landkreis-peine.de

Weiterführende Links

Projektwebseite


Website des Projekts

Die Angaben zu den Projekten entstammen Mitteilungen aus den beiteiligten Gesundheitsregionen


Datum der letzten Bearbeitung: 10.01.2023


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